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19. Oktober 2017 - Neu zu schaffende Transportkapazitäten: Fernleitungsnetzbetreiber starten erstmals Konsultation nach europäischen Vorgaben

Berlin, 19. Oktober 2017. Die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber legen erstmals die Projektentwürfe für neu zu schaffende Transportkapazitäten gemäß Artikel 27 Absatz 3 der Verordnung (EU) 2017/459 (Netzkodex Kapazitätszuweisung) zur Konsultation vor.

Zur vollständigen Bereitstellung der unverbindlich angefragten Transportkapazitäten in Höhe von 26 GW ist unter anderem ein Ausbau von bis zu 75 MW Verdichterleistung erforderlich. Damit wären Investitionskosten in Höhe von bis zu 215 Millionen Euro verbunden. „Durch den Kapazitätsausbau an Marktgebiets- und Grenzübergangspunkten erfüllen die Fernleitungsnetzbetreiber die zukünftigen Anforderungen der Transportkunden an die Gasinfrastruktur“, erklärt Inga Posch, Geschäftsführerin des FNB Gas.

Die Projektentwürfe lassen sich auf der Webseite der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. (FNB Gas) unter www.fnb-gas-capacity.de abrufen. Schriftliche Stellungnahmen können bis zum 19. Dezember 2017 an den FNB Gas (info(at)fnb-gas.de) eingereicht werden.

Im Anschluss an die Konsultation legen die beteiligten Fernleitungsnetzbetreiber den nationalen Regulierungsbehörden die Projektvorschläge für neu zu schaffende Kapazität zur Genehmigung vor.

 

 

27. Juli 2017 – Bedarfsabfrage für neue Transportkapazitäten nach europäischen Vorgaben beendet: Fernleitungsnetzbetreiber veröffentlichen Marktnachfrageberichte

Berlin. Die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber veröffentlichen erstmals Marktnachfrageberichte gem. Artikel 26 der Verordnung (EU) 2017/459 (Netzkodex Kapazitätszuweisung) zur Ermittlung neu zu schaffender Transportkapazitäten an den Grenzen der Marktgebiete GASPOOL und NCG auf der FNB Gas Capacity Webseite (www.fnb-gas-capacity.de).

Im Zeitraum vom 6. April bis 1. Juni 2017 hatten Marktteilnehmer die Möglichkeit, ihren Kapazitätsbedarf an Marktgebiets- und Grenzübergangspunkten unverbindlich anzuzeigen.

Im Rahmen der Bedarfsabfrage stellten insgesamt zwei Marktteilnehmer acht Einzelanfragen. Die Anfragen reichen bis in das Jahr 2040 und beziehen sich auf die Marktraumübergänge zwischen GASPOOL und NCG, NCG und Österreich Ost, GASPOOL und Polen, GASPOOL und Russische Föderation und GASPOOL und den Niederlanden.

Der erhaltene Kapazitätsbedarf wurde in den veröffentlichten Marktnachfragenberichten analysiert, um den Bedarf an neu zu schaffender Kapazität zu ermitteln. Sofern ein Bedarf an neu zu schaffender Kapazität besteht, werden die Fernleitungsnetzbetreiber im nächsten Schritt auf Basis der Marktnachfrageanalyse technische Studien erstellen. Diese beziehen sich auf die vorhandene und geplante Transportinfrastruktur an den jeweils angefragten Marktraumübergängen und den ermittelten marktraumüberschreitenden Kapazitätsbedarf. Im Ergebnis sollen notwendige Ausbaumaßnahmen abgeleitet werden, um den Bedarf nach neu zu schaffender Kapazität zu decken.

 

 

6. April 2017 - Fernleitungsnetzbetreiber starten erstmals Bedarfsabfrage für neue Transportkapazitäten nach europäischen Vorgaben

Berlin. Ergänzend zum bisherigen Verfahren der Netzentwicklungsplanung starten die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber erstmals den europäischen Incremental Capacity-Prozess. Bis zum 1. Juni 2017 haben alle Marktteilnehmer die Möglichkeit, ihren Bedarf an neuen Kapazitäten an Marktgebiets- und Grenzübergangspunkten unverbindlich anzuzeigen. Die Fernleitungsnetzbetreiber weisen darauf hin, dass unverbindliche Marktanfragen für neue Kapazitäten an Marktgebiets- und Grenzübergangspunkten, die vor Inkrafttreten der Verordnung (EU) 2017/459 (NC CAM) an einen oder mehrere Fernleitungsnetzbetreiber gestellt wurden, erneut über die unten genannte Internetseite angezeigt werden müssen, um in der Nachfrageanalyse berücksichtigt zu werden. Beispielsweise wird ein Auktionsaufschlag in der Jahresauktion 2017 nicht automatisch als konkrete Anfrage gewertet.

Der Incremental Capacity-Prozess ist wesentlicher Bestandteil des NC CAM, der am 6. April 2017 in Kraft tritt. „Mit diesem neuen Werkzeug können die Anforderungen der Transportkunden in einem marktorientierten Verfahren frühestmöglich berücksichtigt und in eine wirtschaftliche und nachhaltige Entwicklung der Gasfernleitungsinfrastruktur überführt werden“, sagte Inga Posch, FNB Gas-Geschäftsführerin.

Die Fernleitungsnetzbetreiber stellen auf einer eigens eingerichteten Internetseite ein Formular für die Abgabe der unverbindlichen Bedarfsindikationen zur Verfügung. Das Formular ist ab dem 6. April 2017 zusammen mit weiteren Informationen erhältlich unter www.fnb-gas-capacity.de.