Anfrageformular 

Anfrage von neu zu schaffenden Kapazitäten an Grenzübergangspunkten

Lieber Teilnehmer,
mit Hilfe dieses Formulars können Sie uns Ihren Bedarf an Zusatzkapazitäten an Grenzübergangspunkten gem. Artikel 26 der Verordnung (EU) 2017/459 (Netzkodex Kapazitätszuweisung) unverbindlich mitteilen.

Nach dem Ausfüllen und dem Akzeptieren der Teilnahmebedingungen drucken Sie das Formular bitte im DIN A4-Querformat aus und übermitteln es postalisch an:

Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. (FNB Gas)
Georgenstraße 23
10117 Berlin
Deutschland

Falls Sie Fragen haben, erreichen Sie uns telefonisch unter +49 30 92102350.

Angaben zum Anfragenden

* Pflichtfelder



Anfrage von neu zu schaffenden Kapazitäten**** an Grenzübergangspunkten

Anfrage Nr. Entry/Exit-System Kapazitätstyp Bei zuordnungsbeschränkter* Kapazität: Angabe der Zuordnungsbeschränkungen GWJ Kapazität in kWh/hBedingungen gemäß Artikel 26 Ziffer 9 NC CAM
von „Exit-Kapazität“ „Exit-Kapazität“ Einspeisepunkt**Von
nach „Entry-Kapazität“ „Entry-Kapazität“ Ausspeisepunkt***Bis

+
-


* Ermöglicht die Netznutzung des gebuchten Einspeisepunktes bis zu einem oder mehreren festgelegten Ausspeisepunkten eines Entry/Exit-Systems oder die Netznutzung des gebuchten Ausspeisepunktes von einem oder mehreren festgelegten Einspeisepunkten eines Entry/Exit-Systems. Bei zuordnungsbeschränkter Kapazität Angabe des korrespondierenden Entry/Exit-System bzw. Ein- oder Ausspeisepunkt erforderlich. Den Fernleitungsnetzbetreibern steht es frei, die Anfrage von „fester zuordnungsbeschränkte Kapazität“ als Nachfrage nach „fester frei zuordenbarer Kapazität“ zu werten. „Feste zuordnungsbeschränkte Kapazität“ stellt demnach eine Minimalanforderung hinsichtlich des angefragten Kapazitätstyps dar.

** Hier ist Folgendes anzugeben: Entry/Exit-Systeme bzw. Einspeisepunkte, von denen das Gas im abgebenden Entry/Exit-System zur angegebenen Exit-Kapazität transportiert werden soll.

*** Hier ist Folgendes anzugeben: Entry/Exit-Systeme bzw. Ausspeisepunkte, zu denen das Gas im aufnehmenden Entry/Exit-System von der angegebenen Entry-Kapazität transportiert werden soll.

**** Bitte indizieren Sie Ihren zusätzlichen Kapazitätsbedarf nicht als Zusatzkapazität gegenüber der aktuellen TVK, sondern gegenüber Ihren aktuell an der entsprechenden Grenze bzw. den entsprechenden Punkten bestehenden Kapazitätsrechten. Die Höhen der unverbindlich angefragten neu zu schaffenden Kapazitäten ergeben sich dann unter Berücksichtigung der Anfragen sämtlicher teilnehmender Unternehmen.


Angabe korrespondierender Anfragen bei anderen betroffenen Entry/Exit-Systemen /TSOs gemäß Artikel 26 Ziffer 8 lit. d) NC CAM

Sofern Sie korrespondierende Anfragen bei einem anderen TSO eines an Deutschland angrenzenden Entry/Exit-Systems gestellt haben, sind diese zu benennen. So können wir diese ggf. mit angrenzenden TSO Angebote für neue Kapazitäten koordinieren.

Name des TSO bei dem
angefragt wurde
Korrespondierende Anfrage bei dieser
Marktabfrage
Angefragte Kapazität in kWh/hZeitraum
von GWJ
Zeitraum
bis GWJ

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(Bitte im DIN A4-Querformat ausdrucken)

Teilnahmebedingungen zur Marktnachfrage im Verfahren für neu zu schaffende Kapazität gem. Kapitel V der Verordnung (EU) 2017/459 (Netzkodex Kapazitätszuweisung) vom 6. April 2017

1. Einführung

Mit einer europaweiten Marktabfrage wollen die Fernleitungsnetzbetreiber bayernets GmbH, Ferngas Netz GmbH, Fluxys Deutschland GmbH, Fluxys TENP GmbH, GASCADE Gastransport GmbH, Gastransport Nord GmbH, Gasunie Deutschland Transport Services GmbH, GRTgaz Deutschland GmbH, Lubmin-Brandov Gastransport GmbH, NEL Gastransport GmbH, Nowega GmbH, ONTRAS Gastransport GmbH, OPAL Gastransport GmbH & Co. KG, Open Grid Europe GmbH, terranets bw GmbH und Thyssengas GmbH den Bedarf neuer Transportkapazitäten für H-Gas an den Grenzen des deutschen Marktgebietes (ehemals GASPOOL und NCG) ermitteln. 

Ziel ist es, den künftigen Bedarf für neue Transportkapazitäten an den Grenzen zu angrenzenden Entry-Exit-Systemen so früh und so realistisch wie möglich einschätzen zu können. Das Verfahren findet im Einklang mit dem europäischen Netzkodex Kapazitätszuweisung (NC CAM) statt und soll die Entwicklung der betroffenen Gasfernleitungsinfrastruktur unterstützen.

Zusätzlich zur Marktnachfrage nach neu zu schaffender Transportkapazität nach NC CAM haben sich die FNB in Zusammenarbeit mit der Bundesnetzagentur dazu entschlossen, eine Möglichkeit anzubieten, eine Aufwertung bereits bestehender Kapazitätsprodukte im Rahmen des regulären Nachfragezyklus unverbindlich anzufragen.

Nach der unverbindlichen Abfrage bei den Marktteilnehmern ermitteln die Fernleitungsnetzbetreiber, ob der angemeldete Bedarf für eine weitergehende Planung neuer Ausbauvorhaben grundsätzlich ausreicht. Ist dies der Fall, werden pro Marktraumgrenze technische Studien für einen möglichen Netzausbau erstellt.

Die Vermarktung dieser neuen Kapazitäten erfolgt mittels verbindlicher Kapazitätsvergabeverfahren. Im Rahmen von Auktionen wird der tatsächliche Kapazitätsbedarf der Marktteilnehmer final geprüft und in verbindliche Buchungen überführt, die wiederum die Basis für notwendige Investitionen im jeweiligen Fernleitungsnetz darstellen.

2. Zeitlicher Ablauf

Die Marktnachfrage startet in jedem ungeraden Jahr mit Beginn der Jahresauktion auf der europäischen Kapazitätsplattform PRISMA European Capacity Platform (nachfolgend „PRISMA“) und endet acht Wochen („8-Wochen-Frist“) nach Beginn der entsprechenden Jahresauktion auf PRISMA.

Der anfragende Teilnehmer erhält innerhalb von 16 Wochen nach Beginn der Jahresauktion, also spätestens mit Ablauf des 21.10.2019 eine Rückmeldung durch die zuständigen FNBs unter Berücksichtigung der Vorgaben aus Artikel 26 Ziffer 10 (a) –(c) NC CAM. 

Nachfragen von Teilnehmern bezüglich neu zu schaffender Kapazität und/ oder Kapazitätsproduktaufwertung, die nach Ablauf der 8-Wochen-Frist zugegangen sind, werden erst im Bericht der nächsten Marktnachfrageanalyse von den Netzbetreibern berücksichtigt. In diesem Fall antwortet der Fernleitungsnetzbetreiber dem Teilnehmer innerhalb von acht Wochen nach dem Eingang der Nachfrage. 
Maßgeblicher Zeitpunkt für die Einhaltung der 8-Wochen-Frist ist dabei der postalische Eingang des ausgefüllten und unterschriebenen Originals des Anfrageformulars.  

3. Begriffsbestimmungen

Für diese Teilnahmebedingungen und für die zur Verfügung gestellten auszufüllenden Formulare gelten die folgenden Begriffsbestimmungen:

„GWJ“ (Gaswirtschaftsjahr): Der Zeitraum vom 1. Oktober, 06:00 Uhr, eines Kalenderjahres bis zum 1. Oktober, 06:00 Uhr, des folgenden Kalenderjahres.

„Feste frei zuordenbare Einspeise- bzw. Ausspeisekapazität“: Ermöglicht die Netznutzung vom gebuchten Einspeisepunkt bis zum virtuellen Handelspunkt des Marktgebietes, in dem die Buchung stattgefunden hat, bzw. die Netznutzung vom virtuellen Handelspunkt bis zum gebuchten Ausspeisepunkt des Marktgebietes, in dem die Buchung stattgefunden hat  (§ 3 Abs. 3 GasNZV).

„Feste zuordnungsbeschränkte Kapazität“: Ermöglicht die Netznutzung des gebuchten Einspeisepunktes bis zu einem oder mehreren festgelegten Ausspeisepunkten eines Entry/Exit-Systems oder die Netznutzung des gebuchten Ausspeisepunktes von einem oder mehreren festgelegten Einspeisepunkten eines Entry/Exit-Systems. Bei der Auswahl dieses Kapazitätstyps als „Entry-“ und/oder „Exit-Kapazität“ ist eine zusätzliche Angabe des korrespondierenden Entry/Exit-Systems bzw. Ein-/Ausspeisepunktes erforderlich. 

4. Standardanfrageformular

Für die Teilnahme sind die im Internet auf der Webseite FNB Gas Capacity der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e. V. („FNB Gas“) in Deutsch und Englisch zur Verfügung gestellten Anfrageformulare zu verwenden. 

Anfrage von neu zu schaffenden Kapazitäten an Grenzübergangspunkten

Die unverbindlichen Nachfragen nach neu zu schaffender Kapazität haben mindestens die in Artikel 26 Ziffer 8 (a) – (c) NC CAM genannten Informationen zu enthalten. Sofern die unverbindlichen Marktnachfragen auch an einen Fernleitungsnetzbetreiber im angrenzenden Ausland gemäß Artikel 26 Ziffer 8 (d) vorgelegt wurde oder geplant ist vorzulegen, sind diese unter „Angabe korrespondierender Anfragen bei anderen betroffenen Entry/Exit-Systemen /TSOs gemäß Artikel 26 Ziffer 8 lit. d) NC CAM“ anzugeben. 

Den Fernleitungsnetzbetreibern steht es frei, die Anfrage von „fester zuordnungsbeschränkter Kapazität“ als Nachfrage nach „fester frei zuordenbarer Kapazität“ zu werten. „Feste zuordnungsbeschränkte Kapazität“ stellt demnach eine Minimalanforderung hinsichtlich des angefragten Kapazitätstyps dar.

Anfrage nach Kapazitätsproduktaufwertung 

Eine Anfrage nach Kapazitätsproduktaufwertung kann nur gestellt werden, wenn der Anfragende bereits ein festes Kapazitätsprodukt kontrahiert hat, welches durch ein höherwertiges festes Produkt aufgewertet werden soll. Der Aufwertungszeitraum muss dabei nicht die vollständige Laufzeit des ursprünglichen Kapazitätsvertrags umfassen. 

Die unverbindlichen Anfragen nach Kapazitätsproduktaufwertung müssen Angaben zu den Rubriken enthalten, die im entsprechenden Anfrageformular auf der Webseite FNB Gas Capacity genannt sind. Dabei sind mindestens folgende Punkte anzugeben:

  • Aufzuwertendes Kapazitätsprodukt (anbietender FNB, Punktbezeichnung, Produktbezeichnung, Flussrichtung aus deutscher Sicht, aktuell vom Teilnehmer gebuchter Betrag in kWh/h)
  • Zielkapazitätsprodukt
  • Angabe der zusätzlichen Zuordnungsbeschränkung bei Kapazitätsprodukten mit Zuordnungsbeschränkung
  • Zeitraum der Anfrage
  • Höhe der aufzuwertenden Kapazität in kWh/h (diese Kapazität muss bereits gebucht sein)

Sofern an einer Marktraumgrenze für überlappende Zeiträume eine Anfrage nach neu zu schaffender Kapazität wie auch eine Anfrage für ein aufzuwertendes Kapazitätsprodukt vorliegt, werden die FNB prüfen, ob die Anfragen widersprüchliche Anforderungen stellen. Sollte dies der Fall sein, behalten sich die FNB das Recht vor, die betreffenden Anfragen nach Kapazitätsproduktaufwertungen im aktuellen Zyklus nicht weiter zu bearbeiten. Die FNB werden den Anfragenden in einem solchen Fall informieren.
Auf dem jeweiligen Anfrageformular sind die Teilnahmebedingungen zu akzeptieren. Das vollständig ausgefüllte Anfrageformular ist anschließend auszudrucken und unterschrieben im Original postalisch zu senden an: 

Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e. V. Georgenstr. 23, 10117 Berlin, Deutschland.

5. Haftung

Die etwaige vertragliche und gesetzliche Haftung der Netzbetreiber ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Dies gilt auch, soweit für die Netzbetreiber ihre gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen handeln. Dies gilt nicht für die Verletzung vertragswesentlicher Pflichten (Kardinalspflichten). Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung den Vertrag prägt und auf die der Vertragspartner vertrauen darf. Die Ersatzansprüche sind in diesem Fall jedoch auf den Ersatz des vertragstypischen, vorhersehbaren Schadens beschränkt. Für etwaige Tätigkeiten der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. im Zusammenhang mit der Mitwirkung bei der Ermittlung der Marktbedürfnisse der zukünftigen Kapazitäten wird die Haftung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. 

Die Haftung von Personenschäden bleibt hiervon unberührt.

6. Vertraulichkeit

Die Teilnehmer sind damit einverstanden, dass die von ihnen in den Anfrageformularen übermittelten Informationen im Zusammenhang mit der Erstellung der Marktnachfrageanalyse verwendet werden dürfen. Diese Zustimmung umfasst insbesondere, dass die Netzbetreiber die Informationen im Rahmen der Marktnachfrageanalyse, der technische(n) Studie(n), der öffentlichen Konsultation(en), der Abstimmung(en) mit der Bundesnetzagentur oder im Rahmen von sonstigen erforderlichen Verfahrensschritten an Dritte (zum Beispiel andere Fernleitungsnetzbetreiber, Behörden etc.) weitergeben und in aggregierter und anonymisierter Form (pro Marktgebietsgrenze) veröffentlichen werden. 

Im Übrigen werden die Netzbetreiber sämtliche Informationen, die sie im Rahmen der Marktnachfrage erhalten, vertraulich behandeln und nicht veröffentlichen oder in sonstiger Weise Dritten gegenüber offen legen oder an Dritte weitergeben, es sei denn, ein Teilnehmer hat dies zuvor schriftlich genehmigt. 

Die Vertraulichkeitsverpflichtung gilt nicht, soweit die Netzbetreiber aufgrund gesetzlicher Vorschriften gegenüber nationalen oder internationalen Behörden oder sonstigen staatlichen Stellen zur Offenlegung, Weitergabe oder Veröffentlichung der Informationen verpflichtet sind oder Anfragen der Bundesnetzagentur vorliegen. Ebenso kann eine Offenlegung der Informationen gegenüber anderen selbst zur Vertraulichkeit verpflichteten Personen wie Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern oder Rechtsanwälten im Rahmen ihres jeweiligen Mandats erfolgen. 

Die Regelung des § 6a EnWG bleibt unberührt.

7. Teilnahmeausschluss

Entspricht die Nachfrage nicht den Teilnahmebedingungen, wird diese im Rahmen der Marktnachfrageanalyse ausgeschlossen und von den Netzbetreibern im weiteren Verfahrensablauf nicht berücksichtigt. Die Netzbetreiber werden den Teilnehmer unverzüglich über einen Ausschluss mindestens in Textform informieren. 

Die Behandlung einer verfristeten Nachfrage gemäß Ziffer 2 Absatz 4 bleibt hiervon unberührt.

8. Datenschutz

Der FNB Gas gibt die Erklärung und den Ausdruck der Anfrageformulare an das zuständige Mitgliedsunternehmen weiter. 

Der endgültige Empfänger der vom Teilnehmer bereitgestellten Daten und Informationen sind die Netzbetreiber. Die online in ein Formular eingetragenen Daten werden nicht gespeichert oder in sonstiger Weise elektronisch automatisiert verarbeitet. Die Daten der Teilnehmer werden solange bei den Netzbetreibern gespeichert, wie dies zum Zwecke des Marktnachfrageprozesses sowie der Vergabe neuer Kapazitäten notwendig ist. Der Teilnehmer stimmt der Auswertung und Verarbeitung der Informationen sowie der Veröffentlichung im Bericht zur Marktnachfrageanalyse gem. Art. 26 Ziffer 13 NC CAM durch die Netzbetreiber zu. Ziffer 6 bleibt hiervon unberührt. 

Soweit personenbezogene Daten erhoben werden, werden diese nur zum Zwecke der in der Vorhabenbeschreibung skizzierten Schritte verwendet. Ein Verkauf oder eine anderweitige Vermarktung finden nicht statt. Der Teilnehmer ist mit der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten einverstanden.

9. Anwendbares Recht

Auf diese Marktnachfrage findet ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung. Die Anwendung des internationalen Privatrechts ist ausgeschlossen. 

10. Deutsche und englische Fassung der Teilnahmebedingungen

Diese Teilnahmebedingungen werden sowohl in deutscher als auch in englischer Fassung erstellt. Im Falle von Widersprüchen zwischen der deutschen und der englischen Fassung geht die deutsche Fassung vor. Die englische Fassung kann nicht zur Auslegung der deutschen Fassung herangezogen werden.